FAQ/Glossar

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Was ist die sogenannte „Mütterrente“? Und was hat sie mit der Rentenversicherung zu tun?

Mit der sogenannten „Mütterrente“ werden die Kindererziehungszeiten von Eltern bei der späteren Rentenzahlung besser berücksichtigt. Die Mütterrente wurde mit dem sogenannten Rentenpaket der Bundesregierung im Jahr 2014 eingeführt.

Zuvor galt die Regelung, dass bei der Kindererziehungszeit für Kinder ab dem Geburtsjahrgang 1992 drei Jahre für die Rente angerechnet werden, für Kinder, die vor 1992 geboren worden sind, nur ein Jahr. Mit dem Rentenpaket wird jetzt für vor 1992 geborene Kinder ein zusätzliches Erziehungsjahr angerechnet, also insgesamt zwei Jahre. Das verkleinert tatsächlich eine Gerechtigkeitslücke und wertet die Erziehungszeiten von Eltern bei der Rentenberechnung auf.

Das ist aber eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und keine Aufgabe der Rentenversicherung. Die Mütterrente müsste deshalb aus Steuermitteln erstattet werden. Doch aktuell ist dies nicht der Fall, stattdessen wird sie aus den Rentenbeiträgen der Versicherten bezahlt. Das kostet die Beitragszahler jedes Jahr sieben Milliarden Euro – allein bis Herbst 2017 also 23,3 Milliarden Euro. Diese Summe macht fast drei Viertel der Gesamtkosten des Rentenpaktes der Bundesregierung aus. Das Problem: Da die Mütterrente aus der Rentenkasse statt aus Steuermitteln finanziert wird, verschlingt sie fast komplett die derzeitigen Rücklagen der Rentenversicherung. Die Fehlfinanzierung wird so zu einer schweren Belastung für die jüngeren Generationen.

Foto in der Rubrik Stimmen von Angelikaa Objektschützerin

Angelika J., Objektschützerin, 56 Jahre „Meine Rente wird so um die sechs- bis achthundert Euro liegen. Die Rente wird definitiv nicht reichen. Und private Vorsorge, so wie Riester, das geht nicht. Dafür ist das Einkommen viel zu niedrig.“