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Portrait von Jens Spahn, CDU, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium

Staatssekretär Spahn ignoriert Folgen des sinkenden Rentenniveaus

Jens Spahn, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, sagte am 22. November in einem Interview, er halte wenig davon, „Milliarden für alle beim Rentenniveau ins Schaufenster zu stellen, ohne zu sagen, wer das bezahlen muss“. Wir antworten ihm gerne – und sagen, was wir davon halten.

Spahn mit rosaroter Brille

„Es ist ein Beispiel eklatanter Realitätsverweigerung, wenn Jens Spahn versucht, die Folgen des sinkenden Rentenniveaus zu ignorieren oder rosa einzufärben“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. „Dabei ist gar nicht wegzudiskutieren, dass ein sinkendes Rentenniveau Folgen haben wird und das Risiko von sozialem Abstieg oder gar Armut im Alter damit steigt.“

Kurswechsel bei der Rente nicht auf die lange Bank schieben

Zur geplanten „Renten-Kommission“ sagte Buntenbach: „Die Politik darf jetzt weder in Schockstarre verfallen noch versuchen, mit einer Kommission das Thema auf die lange Bank zu schieben. Wir brauchen jetzt den ersten Schritt zu einem Kurswechsel in der Rentenpolitik und das ist die Stabilisierung der Rentenniveaus auf dem heutigen Stand – Wahlkampf hin oder her. Wenn diese Entscheidung getroffen ist, brauchen wir eine breite gesellschaftliche Diskussion darüber, wie die Alterssicherung der Zukunft gestaltet werden soll, welche Weichen für die lange Frist gestellt werden müssen. Dazu könnte dann eine klug besetzte Kommission einen Beitrag leisten. Aber sie ist kein Ersatz für die jetzt nötigen politischen Entscheidungen. Und: Als Wahlkampf-Placebo taugt eine Renten-Kommission definitiv nicht.“

 

Foto: Wikimedia/Olaf Kosinsky

Portrait Vera Z Grosshandel

Vera Z., Beschäftigte im Großhandel, 60 Jahre Nicht einmal 1.000 Euro netto habe ich als Rente zu erwarten, dabei hatte ich mit 100, 200 Euro mehr gerechnet. Ich werde mir einen Nebenjob suchen müssen, solange ich das gesundheitlich verkrafte. Traurig, aber das ist so. Die Politik hat in meinen Augen bei der Rente versagt. Die Absenkung des Rentenniveaus war ein großer Fehler, weil sie damit die Lebensleistung aller Menschen entwerten.