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Leeres Glas mit Münzen und Aufschrift Rente

Rentenreport: Altersarmut droht vor allem im Osten

Ostdeutsche tragen ein höheres Risiko bei der sozialen Absicherung im Alter, denn sie sind deutlich stärker von der gesetzlichen Rente abhängig als die Bürgerinnen und Bürger im Westen. Dies ergab eine Auswertung des DGB Berlin-Brandenburg.

 

Dem DGB-Rentenreport zufolge hat mehr als jeder dritte Arbeitnehmer in Berlin-Brandenburg nur einen prekären Job.  39 Prozent sind in Leiharbeit, befristeten Arbeitsverhältnissen oder Minijobs tätig. „Wir brauchen dringend eine Kehrtwende in der Rentenpolitik und mehr sichere und gut bezahlte Arbeit“, zitiert der Tagesspiegel die Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg, Doro Zinke.

DGB macht klar, was sich ändern muss

Der DGB hat bereits diverse Vorschläge vorgelegt, was die Politik konkret gegen Altersarmut tun muss. Bereits Mitte Februar 2017 hatte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach gefordert:

„Um Armut und Ausgrenzung zu vermeiden, muss

  • das Rentenniveau dringend stabilisiert und erhöht werden.

Überdies sind weitere gezielte Maßnahmen notwendig,

  • etwa zur Aufwertung geringer Rentenansprüche bei langjährig Beschäftigten,
  • eine angemessene Bewertung längerer Zeiten der Arbeitslosigkeit sowie
  • die Abschaffung der Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten.“

Auch eine Rentenversicherungspflicht der nicht obligatorisch abgesicherten Selbständigen diene der Bekämpfung von Altersarmut, so Buntenbach. „Daneben müssen endlich der Niedriglohnsektor, prekäre Beschäftigungsverhältnisse sowie Langzeitarbeitslosigkeit eingedämmt werden, damit Erwerbsarmut nicht direkt und unveränderlich in Altersarmut führt.“

 

Foto: Colourbox.de

Ich gehe davon aus, dass meine Rente nicht ausreichen wird und ich auf jeden Fall weiter arbeiten werde. Die niedrigen Renten liegen vor allem auch daran, dass Frauen während der gesamten Erwerbsbiografie geringere Löhne kriegen.

Portrait Anja V AltenheimAnja V., Kundenverwaltung eines Altenpflegeheims, 55 Jahre