Gute Rente geht – Und zwar so

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Die gesetzliche Rente kann mehr – wir wissen wie!

Gute Arbeit und gesicherte Übergänge in die Rente

Am Anfang einer guten Rente steht ein gut bezahlter und sicherer Arbeitsplatz mit langfristigen Perspektiven. Doch für viele Menschen bleibt unbefristet, Vollzeit und bei gutem Einkommen arbeiten bis zur Rente nur ein Wunsch. Die Gründe sind vielfältig: Teilzeit, Werkverträge, Minijobs, Lohnungleichheit, schlechte Entlohnung, Arbeitslosigkeit, Erwerbsminderung … Hier bedarf es auch einer umsichtigen Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik, damit Arbeitnehmerinnen und -nehmer ausreichend Rentenansprüche aufbauen können.

Darüber hinaus brauchen wir dringend passgenaue Möglichkeiten für einen flexiblen und sozial abgesicherten Übergang vom Erwerbsleben in die Rente: Denn eine statistisch höhere Lebenserwartung bedeutet nicht, dass wirklich alle länger leben und wirklich länger arbeiten können! In zu vielen Fällen wird am Ende des Arbeitslebens durch Krankheit, Erwerbsminderung oder Arbeitslosigkeit die Lebensleistung von Beschäftigten entwertet, weil die Betroffenen es nicht bis zum regulären Renteneintrittsalter schaffen und deshalb Abschläge bei ihrer Rente hinnehmen müssen. Hier brauchen wir verschiedene Maßnahmen, damit der Übergang sozial und abgesichert gelingt.

Solidarausgleich stärken und Erwerbsminderungsrenten verbessern

Kurswechsel heißt auch: Die Schwächeren mitnehmen, also die Menschen, für die das Armutsrisiko nicht erst im Alter besonders hoch ist. Wer beispielsweise aufgrund von Teilzeitarbeit und schlechter Entlohnung wenig verdient, bekommt auch nur wenig Rente. Das betrifft ganz besonders Frauen und Solo-Selbständige. Daher müssen unfreiwillige Teilzeit, Niedriglöhne, Werkverträge und Leiharbeit zurückgedrängt werden. Alle müssen hier und jetzt von ihrer Arbeit gut und sicher leben können, damit sie später auch in der Rente gut leben können.

Aber überall dort, wo die Menschen bereits zu schlechten Bedingungen gearbeitet haben und werden, dürfen sie in der Rente nicht nochmal bestraft werden. Wir schlagen deshalb eine Reihe weiterer Maßnahmen vor. Wir brauchen mehr Solidarität in der Rente bei niedrigen Löhnen, Erwerbslosigkeit, Kindererziehung, Pflege oder Erwerbsminderung. Zu unseren Forderungen gehören unter anderem:

  • Rente nach Mindestentgeltpunkten, die bei Niedriglöhnen zu höheren Renten führt
  • Zeiten der Pflege, Kindererziehung und der Aus- und Weiterbildung müssen in der Rente besser berücksichtigt werden
  • Weiter verbesserte Erwerbsminderungsrente durch Abschaffung der Abschläge von regelmäßig knapp 11 Prozent

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"Damit das Leben in der Rente noch lebenswert ist."

Jens W. auf die Frage, warum wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik brauchen.