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Verbotsschild im Stil eines Verkehrsschildes, darauf eine ältere Person am Krückstock und ein zerbrochenes Euro-Zeichen; darunter der Schriftzug "Altersarmut"

Jeder Fünfte in Deutschland von Altersarmut betroffen

Jede/r Fünfte in Deutschland ist im Alter von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das zeigen Zahlen des europäischen Statistikamtes Eurostat. Arbeitgeber- und Wirtschafts-Lobbyisten behaupten: Altersarmut sei kein reales Problem. Die Eurostat-Zahlen zeigen das Gegenteil: Die Zahl der „armen Alten“ steigt sogar.

Armutsrisiko im Alter: Deutlicher Anstieg

Im Jahr 2010 waren laut Eurostat bereits 4,9 Millionen Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung im Alter bedroht. Heute sind es schon 5,7 Millionen, wie das Handelsblatt berichtet.

Das ist ein Anstieg um 16 Prozent in nur wenigen Jahren.

DGB macht klar, was sich ändern muss

Der DGB hat bereits diverse Vorschläge vorgelegt, was die Politik konkret gegen Altersarmut tun muss. Bereits Mitte Februar 2017 hatte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach gefordert:

„Um Armut und Ausgrenzung zu vermeiden, muss

  • das Rentenniveau dringend stabilisiert und erhöht werden.

Überdies sind weitere gezielte Maßnahmen notwendig,

  • etwa zur Aufwertung geringer Rentenansprüche bei langjährig Beschäftigten,
  • eine angemessene Bewertung längerer Zeiten der Arbeitslosigkeit sowie
  • die Abschaffung der Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten.“

Auch eine Rentenversicherungspflicht der nicht obligatorisch abgesicherten Selbständigen diene der Bekämpfung von Altersarmut, so Buntenbach. „Daneben müssen endlich der Niedriglohnsektor, prekäre Beschäftigungsverhältnisse sowie Langzeitarbeitslosigkeit eingedämmt werden, damit Erwerbsarmut nicht direkt und unveränderlich in Altersarmut führt.“

 

Abbildung: Colourbox.de

Portrait Vera Z Grosshandel

Vera Z., Beschäftigte im Großhandel, 60 Jahre Nicht einmal 1.000 Euro netto habe ich als Rente zu erwarten, dabei hatte ich mit 100, 200 Euro mehr gerechnet. Ich werde mir einen Nebenjob suchen müssen, solange ich das gesundheitlich verkrafte. Traurig, aber das ist so. Die Politik hat in meinen Augen bei der Rente versagt. Die Absenkung des Rentenniveaus war ein großer Fehler, weil sie damit die Lebensleistung aller Menschen entwerten.