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Hände eines älteren Mannes halten einen Hut, in dem ein 5-Euro-Geldschein und wenige Münzen liegen.

„Erwerbsminderungs-Rentner haben größtes Armutsrisiko“

Die Bundesregierung plant Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten. „Das ist eine erste richtige Maßnahme, um die finanzielle Situation der Menschen zu verbessern, die wegen schwerer Krankheit nicht mehr arbeiten können“, sagt DGB-Vorstand Annelie Buntenbach. Denn „Erwerbsminderungs-Rentner haben heute das größte Armutsrisiko“.

„Fast 15 Prozent müssen heute schon Leistungen der Grundsicherung beantragen, um über die Runden zu kommen“, so Buntenbach. Deshalb seien die für die Verbesserungen benötigten 3,9 Mrd. Euro gut investiertes Geld.

Verbesserungen werden Betroffene aber nur langsam erreichen

„Bedauerlich ist, dass mit der zeitlichen Streckung der Anhebung der Zurechnungszeiten, wie sie der Gesetzentwurf vorsieht, die Verbesserungen die Betroffenen zu langsam erreichen“, kritisiert Buntenbach. „Nicht nachvollziehbar ist, dass die Verbesserungen nur für Neurentner und nicht für EM-Rentenbezieher gelten sollen.“

Rentenangleichung Ost finanziert über Rente mit 70?

Zur ebenfalls von der Bundesregierung geplanten Rentenangleichung Ost sagte Buntenbach: „Inakzeptabel ist auch der erneute Fehlgriff Schäubles in den Rententopf zur Finanzierung der Ost-West-Angleichung: Zusammen mit der Mütterrente zweckentfremdet der Finanzminister Beitragsmittel bis 2025 von über 60 Mrd. Euro – finanzieren will er es mit der Rente ab 70.“

 

Foto: Petra Nowack, fotolia.de

Foto in der Rubrik Stimmen von Angelikaa Objektschützerin

Angelika J., Objektschützerin, 56 Jahre „Meine Rente wird so um die sechs- bis achthundert Euro liegen. Die Rente wird definitiv nicht reichen. Und private Vorsorge, so wie Riester, das geht nicht. Dafür ist das Einkommen viel zu niedrig.“