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Porträt von DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach

„Arbeitende Rentner sind Folge einer verfehlten Politik“

Rente mit 65? Davon können viele nur träumen: Im letzten Jahr hat jeder neunte 65- bis 74-Jährige in Deutschland gearbeitet. „Prekäre Beschäftigung und Brüche im Erwerbsleben machen es heute vielen Menschen unmöglich, auskömmliche Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufzubauen“, kritisiert DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.

Immer mehr Ältere haben einen Job

Innerhalb von zehn Jahren hat sich der Anteil der Menschen, die auch im Alter einer bezahlten Tätigkeit nachgehen, mehr als verdoppelt. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts ist jeder neunte 65- bis 74-Jährige in Deutschland erwerbstätig; das entspricht 942.000 Menschen. Für gut ein ein Drittel (37 Prozent) von ihnen sind diese Einkünfte die Hauptquelle, aus der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten.

Gute Löhne gegen Armut im Alter

„Einmal mehr wird deutlich, wie wichtig gute Löhne und die Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung sind, um Armut im Alter vorzubeugen. Prekäre Beschäftigung und Brüche im Erwerbsleben machen es heute vielen Menschen unmöglich, auskömmliche Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung aufzubauen.

Gesetzliche Rentenversicherung muss gestärkt werden

Deshalb ist es wichtig, den Niedriglohnsektor auszutrocknen, prekäre Beschäftigung zurückzudrängen, die Rente nach Mindestentgeltpunkten weiterzuführen – und die gesetzliche Rentenversicherung zu stärken. Wir brauchen ein stabiles und verbessertes Rentenniveau. Der arbeitende Rentner als Folge einer verfehlten Rentenpolitik, die auf die Absenkung des Rentenniveaus und mehr selbstfinanzierte private Vorsorge setzt, die aber gar nicht imstande ist, die gerissenen Lücken zu füllen, darf nicht zum Regelfall werden.“

"Weil ich Sorge habe, dass unsere Renten immer stärker sinken werden, wenn nichts dagegen getan wird."

Claudia L. auf die Frage, warum wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik brauchen.