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Älterer Mitarbeiter in einem Büro im Vordergrund, dahinter Gruppe jüngerer Mitarbeiter

„Betriebsrenten“: Möglichkeiten für Geringverdiener verbessern

„Wir begrüßen, dass die betriebliche Altersversorgung verbreitert werden soll. Zentral ist aber, dass die Möglichkeiten für Niedrig- und Geringverdiener verstärkt werden, vom Arbeitgeber Zusagen zu erhalten und dadurch daran teilzuhaben“, fordert DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

Steuerlich fördern

Ein Gesetz zur betrieblichen Altersversorgung war am 10. März 2017 in erster Lesung im Bundestag. Buntenbach forderte, dass betriebliche Altersversorgung von Geringverdienern „bis zu einem Lohn von 2500 Euro monatlich steuerlich gefördert werden“ müsse. „Darüber hinaus darf das Haftungsrisiko bei reinen Beitragszusagen nicht einseitig bei den Beschäftigten abgeladen werden, ohne Sicherungsbeitrag wären sie für Beschäftigte schwerer kalkulierbar. Wenn es im Rahmen tariflicher Vereinbarungen zu einer Enthaftung der Arbeitgeber kommen soll, müssen sie im Gegenzug zusätzlich einen Sicherungsbeitrag leisten.

Bei der Entgeltumwandlung sparen die Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge, die sie heute nicht an die Arbeitnehmer weitergeben müssen. Der Gesetzentwurf ändert das nur für das Sozialpartnermodell. Die Gewerkschaften halten es für notwendig, dass alle Vertragsformen einbezogen werden und finanzielle Mitnahmeeffekte für Arbeitgeber dann ausgeschlossen werden.“

 

Foto: Colourbox.de

Portrait Vera Z Grosshandel

Vera Z., Beschäftigte im Großhandel, 60 Jahre Nicht einmal 1.000 Euro netto habe ich als Rente zu erwarten, dabei hatte ich mit 100, 200 Euro mehr gerechnet. Ich werde mir einen Nebenjob suchen müssen, solange ich das gesundheitlich verkrafte. Traurig, aber das ist so. Die Politik hat in meinen Augen bei der Rente versagt. Die Absenkung des Rentenniveaus war ein großer Fehler, weil sie damit die Lebensleistung aller Menschen entwerten.