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Abb.: Colourbox.de; ein roter Pfeil, der nach unten weist, und ein grüner Pfeil, der nach oben weist

Altersarmut hat viele Gründe – deswegen brauchen wir mehrere Gegenmaßnahmen

Ein höheres Rentenniveau würde nicht für alle Menschen das Risiko von Altersarmut mindern, erklärte kürzlich die Deutsche Rentenversicherung. Durchaus richtig: „Altersarmut hat viele Gründe“, sagt auch DGB-Vorstand Annelie Buntenbach – und erklärt, welche Maßnahmen wir gegen Altersarmut brauchen.

Mehr Erwerbstätige in Rentenversicherung einbeziehen

Ein wesentlicher Grund für Altersarmut sei für viele Menschen schlicht und einfach, „gar keine gesetzliche Rente zu haben“, so Buntenbach. „Um einen umfassenden Schutz für alle Erwerbstätigen zu schaffen, will der DGB als erstes alle nicht obligatorisch abgesicherten Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen.“

Rentenniveau dennoch eine zentrale Stellschraube

„Das Rentenniveau ist eine zentrale Stellschraube, um Armut von langjährig Versicherten zu vermeiden“, so Buntenbach weiter. „Sinkt das Rentenniveau weiter auf 41,7 Prozent, muss eine Person mit 2.200 Euro Bruttolohn in Zukunft sechs Jahre länger arbeiten, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung zu bekommen. Wir wollen, dass langjährige Beitragszahler früher und leichter eine Rente auf Grundsicherungsniveau erreichen können.“

Rente nach Mindestentgeltpunkten gegen Armutsrenten

Ergänzend sollte die Rente nach Mindestentgeltpunkten fortgeführt werden, damit aus niedrigen Löhnen und langjähriger Beitragszahlung keine Armutsrenten werden. Darüber hinaus brauchen wir gute tarifgebundene Arbeit und gute Löhne, damit die Beschäftigten von ihrem Lohn und später von ihrer Rente gut leben können.“


Weitere Infos: Rentenpunkte sammeln – so geht’s

 

Abbildung: Colourbox.de

Portrait Sandra B Medienwerkstatt

Sandra B., Leiterin einer Medienwerkstatt „Obwohl ich durchschnittlich eine 50-Stunden-Woche habe und monatlich meine Beiträge leiste, seitdem ich  arbeite, erwarte ich laut Rentenbescheid eine Altersrente von nur 400 Euro. Ist denn meine Arbeit weniger wert als die der vorherigen Generationen?“